, Boschung Damian

Rückblick ZEP B Saison 25/26

Diese Saison lässt sich relativ einfach zusammenfassen: Einsatz war da, Wille auch – aber das reicht im Eishockey eben nicht, wenn der Puck selten dort landet, wo er sollte, und man sich regelmässig selbst ins Knie schiesst. Oder noch präziser: Die Northstars waren selten das klar schlechtere Team – aber viel zu oft das dümmere.

Von Beginn weg zog sich ein Muster durch die Spiele, das schon fast etwas Polemisches hatte: Gute Phasen, viele Chancen, teilweise richtig ansehnliches Hockey – und dann ein Fehler, eine Strafe oder ein Moment kollektiver Unordnung, der alles wieder einreisst. Ein Spielaufbau wie aus dem Lehrbuch, gefolgt von einem Pass ins Niemandsland. Druckphasen mit zehn Abschlüssen – und keiner zwingend genug, um wirklich Gefahr auszustrahlen.

Das Powerplay? Eine eigene Geschichte. Mit einem Mann mehr auf dem Eis wirkte es regelmässig so, als würde der zusätzliche Platz eher einschüchtern als helfen. Wo andere Teams Ruhe reinbringen, wurde es bei den Northstars hektisch. Viel Eis, wenig Idee, kaum Tore.

Dazu kamen die Strafen. Viele Strafen. Zu viele Strafen. Teilweise unnötig, teilweise ungeschickt, oft einfach schlecht getimed. Wer regelmässig in der Kühlbox sitzt, darf sich nicht wundern, wenn das Momentum konsequent beim Gegner landet. Oder wie es in der Kabine treffend formuliert wurde:
„Wir spielen eigentlich gutes Hockey – nur halt zu selten fünf gegen fünf.“

Offensiv zeigte sich das nächste bekannte Problem: Chancen waren da, aber die Effizienz blieb irgendwo zwischen „Pech“ und „Unvermögen“ hängen. Der Puck wollte oft einfach nicht rein – manchmal fehlten Zentimeter, manchmal die Entschlossenheit, manchmal schlicht die Qualität im Abschluss. Flatterbälle statt Präzision, gute Ansätze ohne sauberes Ende.

Und trotzdem: Diese Mannschaft hatte ihre Momente. Spiele, in denen man den Favoriten ärgern konnte. Phasen, in denen Tempo, Einsatz und Energie gestimmt haben. Spieler, die Verantwortung übernommen haben, Linien, die Druck erzeugten, und ein Goalie, der mehr als einmal den Laden zusammenhielt, wenn vorne wieder einmal nichts ging.

Am Ende bleibt aber eine Saison, in der man sich zu oft selbst geschlagen hat. Nicht, weil der Gegner übermächtig war – sondern weil man die einfachen Dinge nicht konsequent genug gemacht hat. Passspiel, Abschluss, Disziplin. Keine Geheimnisse, sondern Basics. Und genau daran ist es gescheitert.

Der Ligaerhalt wurde verpasst. Punkt.

Jetzt bleibt die Sommerpause – und mit ihr die üblichen Vorsätze: besseres Passspiel, schärfere Abschlüsse, weniger Strafen, mehr Kontrolle über Emotionen. Dinge, die man sich jedes Jahr vornimmt. Dinge, die diesmal nicht nur auf dem Papier stehen dürfen.

Oder, nochmals aus der Garderobe:
„Wir hätten die Klasse halten können. Aber dafür hätten wir halt auch so spielen müssen.“