35 Jahre Northstars: Die grosse Jubiläumsfahrt ins Jura
Warum wir nach 35 Jahren Vereinsbestehen immer noch zusammen ins gleiche Auto steigen, ist nach diesem Wochenende zwar wissenschaftlich noch nicht geklärt, aber eines steht fest: Die Northstars-Familie hält dicht. Von der 1. Mannschaft bis zu den Senioren war (fast) alles am Start, was unfallfrei einen Bus besteigen kann.
Der Samstagmorgen startete beinahe vorbildlich. Dass wir wegen einem einzelnen Spezialisten noch den "Schlenker" zum Spar in Otelfingen machen mussten, geschenkt. Er wurde nach der etwas holprigen Aufnahme im Bus direkt zur «Senior Cabin Crew» befördert – Verpflegungsdienst inklusive, Strafe muss sein.
Nach einem obligatorischen Boxenstopp in Deitingen (der menschliche Stoffwechsel verlangt nun mal nach Logistik) erreichten wir schliesslich Ligerz-Gléresse.
Fallen, Kristalle und edle Tropfen
Per Standseilbahn ging es hoch nach Prêles und zu Fuss weiter Richtung Twannbachschlucht. Beim Zwischenhalt im Restaurant oberhalb der Schlucht zeigte sich: Die hübsch aufgestellten Kristalle auf den Tischen sind keine Aschenbecher. Wieder was gelernt.
Frisch gestärkt ging es weiter durch die Schlucht direkt zum Weingut Klötzli. Die Degustation – von Chasselas über Blanc de Noir bis zum roten Cuvée – traf genau den richtigen Ton, zumindest einiger Vereinsmitglieder. Dass wir fast zeitgleich mit einer Damen-Poltergruppe die Segel strichen und weiter nach Le Locle fuhren, war übrigens rein terminlicher Zufall. Ehrenwort.
Le Locle am Samstagabend? Sagen wir es so: Der Bär steppt dort nicht, er schläft tief und fest. Wer eine offene Bar wollte, musste Detektivarbeit leisten.
Das hatte immerhin den Vorteil, dass überraschend viele Northstars zu absolut christlichen Zeiten im Bett lagen.
Vom Felsenkessel in den Asphalt
Das Sonntags-Programm hielt der Reiseleiter bis kurz vor der Abfahrt unter Verschluss. Mit mikroskopischen paar Minuten Verspätung steuerten wir den Creux du Van an. Während die einen ehrfürchtig die gigantische Felsformation bestaunten, brauchten andere erst mal ein flüssiges Frühstück gegen das milde Morgen-Tief. Fazit so oder so: Absolut spektakulär!
Weiter ging die Fahrt zum Mittagessen in die Asphaltmine. Der legendäre Schinken im Asphalt gegart ist tatsächlich der Hammer. Bei der anschliessenden Führung durch die dunklen Stollen bewiesen wir erstaunlichen Orientierungssinn – alle Northstars haben es wieder raus geschafft. Zum Abschluss gab es noch die Wahl zwischen der klassischen Dosis Unterhopfungsschutz und Absinth für die Mutigen. (Spoiler: Absinth bleibt Geschmacksache.)
Um ca. 19:30 Uhr schlug die Truppe wieder in Buchs auf. Fazit nach 35 Jahren: Die 1. Mannschaft und die Senioren harmonieren auch abseits des Feldes bestens. Auf die nächsten 35 Jahre!